Allgemein

Tipps gegen Winterdepression

Vor allem in den Wintermonaten, wenn es kalt und grau draußen ist, werden viele von den sogenannten “Winterdepressionen” eingeholt oder ihre bereits aufgetretenen Depressionen verstärken sich.

Auch ich spüre jedes Jahr im Herbst wieder den Anflug der Depression, doch mittlerweile habe ich ein paar kleine Tricks, um die Krankheit unter Kontrolle zu halten.

Mir ist bewusst, dass diese Tipps eine ernsthafte psychische Erkrankungen nicht wegzaubern können. Trotzdem habe ich in den letzten Monaten gemerkt, dass sich die folgenden Punkte positiv auf mein Wohlbefinden auswirken und ich dadurch die Depressionen eher im Griff habe, als wenn ich mich nur in meinem Bett verkriechen würde.

(Anmerkung: Ich bin weder Arzt noch Therapeut. Ich teile hier nur meine persönlichen Erfahrungen. Wenn es dir schlecht geht und du da alleine nicht rauskommst, dann such dir bitte professionelle Hilfe. Wenn du jemandem zum Reden brauchst, darfst du dich gerne an mich wenden.)

Meine Tipps

Genug Trinken

Ich kann es nicht oft genug sagen: Leute, trinkt genug! Hydration is key!

Wassermangel bzw. Dehydrierung macht müde, schlapp, verursacht Kopfschmerzen und es wird sogar vermutet, dass Dehydrierung Depressionen begünstigt.

Ich versuche, täglich mindestens zwei Liter zu trinken. Wie ich das schaffe?

  1. Immer Wasser dahaben: wenn ich am Schreibtisch sitze, steht mein Wasserfilter samt Glas neben mir, wenn ich unterwegs bin, habe ich immer eine Flasche Wasser dabei.
  2. Nach dem Aufstehen & Vor dem Schlafen ein großes Glas Wasser trinken. Wenn du acht Stunden schläfst, sind das acht Stunden, in denen du keine Flüssigkeit zu dir nimmst. Also davor und danach bitte direkt trinken. Ein großes Glas Wasser wirkt außerdem erfrischend und regt den Stoffwechsel an.

Bewegung

-> happy dance

In den kalten Monaten tendieren viele dazu, den ganzen Tag drin zu sitzen. I get it. Es gibt nichts Schöneres, als eingekuschelt auf der Couch oder im Bett zu sitzen und ein Buch zu lesen. Trotzdem ist es wichtig, sich genügend zu bewegen. Damit meine ich nicht unbedingt Sport, auch wenn Sport bei mir ein richtiger Muntermacher ist. Ich meine eher so etwas wie Spazieren gehen, Fahrrad fahren, wandern, etc.

Was auch immer gute Laune macht: im Zimmer zu lauter Musik tanzen.

Ich persönlich versuche, täglich auf etwa 10 000 Schritte zu kommen. Diese Zahl wurde irgendwann mal von der WHO festgelegt und für mich ist das ein guter Richtwert. Das sind ungefähr zwei Stunden spazieren gehen, was sich ja aber über den Tag verteilen lässt.

Zum Beispiel kann man mit der Bahn mal eine Station früher aussteigen und den Rest laufen, die Treppe statt die Rolltreppe nehmen, für kurze Strecken das Fahrrad oder zu Fuß gehen, statt mit dem Auto zu fahren.

Spazieren gehen -> Vitamin D

Spazieren gehen finde ich so wichtig, dass ich es nochmal extra nennen muss. Gerade in den Wintermonaten tut es mir mega gut, dick eingepackt draußen spazieren zu gehen. Meistens verteile ich mehrere dreißigminütige Spaziergänge über den Tag. Oft kommen mir dabei Ideen, die ich vlt zuhause nicht bekommen hätte. Beim Spaziergang genieße ich gerne die Geräusche der Natur und konzentriere mich darauf. Ab und an greife ich aber auch gerne zu Hörbüchern oder Podcasts. Vor allem wenn ich zum Einkaufen, zur Post oder zur Bahn laufe, höre ich gerne Hörbücher, da ich so die Zeit zwischen Zuhause und dem Laden noch nutze, indem ich mich weiterbilde.

Vitamin D

Vitamin D3 bildet der Körper normalerweise selbst, allerdings braucht er dazu ausreichend Sonnenlichtbestrahlung der Haut. Mag es im Sommer noch ausreichend sein, im Winter ist die Sonneneinstrahlung in Deutschland nicht stark genug. Deshalb empfehle ich jedem, in Absprache mit einem Arzt über ein Vitamin D3 Ergänzungsmittel nachzudenken.

Vitamin D Mangel zeigt verschiedene Symptome. Hierzu gehören unter anderem Müdigkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Allgemein sollte man bei Depressionen auf seine Mikronährstoffe achten, da diese für den Körper einfach sehr wichtig sind und Mängel Depressionen fördern können.

Journaling

Ich schreibe regelmäßig Tagebuch, versuche sogar, es täglich zu machen. Dadurch stelle ich oft fest “okay, Situation xy hat meine Laune verschlechtert/verbessert”. Ich kann mein Verhalten und meine Gefühle einfach besser reflektieren.
Außerdem hilft es mir, mein Gedankenchaos zu ordnen. Ich schreibe oft einfach alles runter, was mir im Kopf liegt und wo ich mir ständig Gedanken mache. So sind die Gedanken zwar noch da, sie stehen im Buch, jedoch kann ich sie gedanklich von der Festplatte löschen und muss mich nicht mehr ständig damit beschäftigen.

Tagebuch schreiben muss nicht immer “Liebes Tagebuch, heute habe ich xy erlebt” bedeuten. Manchmal reicht es auch, einfach aufzuschreiben was gut war und was nicht so gut war. Wenn ich mich nicht danach fühle, viel zu schreibe, mache ich einfache Dankbarkeitseinträge. Dankbar sein erweckt in mir positive Gefühle und lässt mich mit einer positiven Energie in mir zu Bett gehen.

Lesen

Obwohl ich hier davon spreche, nach draußen zu gehen, möchte ich euch auch Lesen empfehlen. Wenn es mir draußen zu eklig ist oder wenn ich den ganzen Tag unterwegs war, liebe ich es, mich mit einem guten Buch ins Bett zu kuscheln. Entweder lese ich dann Romane, in die ich mich “Flüchten” kann oder ich lese Bücher über persönliche Entwicklung, um mich inspirieren zu lassen.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass weglaufen nicht der richtige Weg ist, tauche ich gern in andere Geschichten ein und vergesse für eine kurze Zeit meine eigene Welt. Oft bekomme ich so sogar neue Ideen, wie ich mit meiner momentanen Situation umgehen kann oder kann mich wenigstens etwas von dem Stress, der herrscht, ablenken und auftanken.
Wichtig ist nur: für ein paar Stunden in eine andere Welt flüchten ist okay, sofern man sich trotzdem den Problemen in der Realität stellt.

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Das waren meine Tipps und ich hoffe, dem ein oder anderen ein bisschen helfen zu können. Lasst mir auch gerne ein Kommentar mit euren Tipps da.

Ganz viel Liebe

Franzi

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